Berufsstart
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Forum 3: BERUFSSTART als Dienstleistung gegenüber Betrieben

Durch eine frühzeitigere Berufsorientierung ab der 7. Klasse und durch eine gezielte Heranführung an berufliche Ausbildungspraxis in Form von Berufsorientierungsbausteinen und Betrieblichen Bausteinen leistet BERUFSSTART einen Beitrag, dass Berufswahlentscheidungen der Schüler/innen zuverlässiger auf die eigenen Stärken und Entwicklungspotenziale abgestimmt werden. Dadurch sollen Fehlentscheidungen bei der Berufswahl vermindert werden.

Auch für die Betriebe wird die Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber leichter. Durch die Dokumentation der Ergebnisse aus den Bausteinen kann die Bildungsbegleitung differenzierte Empfehlungen geben. Die Betriebe können im betrieblichen Baustein eine genaure Beurteilung ihrer Bewerber/innen vornehmen. Die Betriebe erhalten mit BERUFSSTART ein Angebot zur wirksameren und kostengünstigen Akquise von Ausbildungsbewerberinnen und –bewerbern. Darüber hinaus bieten die Ausbildungsverbünde weitere Angebote zur Unterstützung der Betriebe bei der Durchführung der Berufsausbildung.

In dieser Arbeitsgruppe wurden Leistungen und Nutzen aus Sicht der Betriebe reflektiert und Ideen für eine Erweiterung des Dienstleistungsangebotes in Richtung auf Ausbildungsmanagement und betriebliche Bildungsbegleitung erörtert.


Zur Akzeptanz der BERUFSSTART - Instrumente bei den Betrieben

Lisa Rotthowe, qualiNETZ GmbH

Die Vortragspräsentation finden Sie hier (pdf 775 kb) .


Die wesentlichen Inhalte der Diskussion

  • Berufsstart ist als eine praxisbezogene Berufsorientierung in Ergänzung zur institutionalisierten Berufsorientierung der BA zu verstehen.
  • Berufsstart ist in erster Linie eine Dienstleistung für die Schüler und Schülerinnen, die an der Schnittstelle Schule und Betrieb stehen (Herr Dr. Fuchs IHK).
  • Das Besondere an Berufsstart: ein großer Teil der Regelschüler wird erreicht.
  • Der Aspekt der Bildungsdienstleistung war nie Ausgangspunkt von Berufsstart. Im Fokus steht der Jugendliche. Gearbeitet wird an Berufsvorstelllungen der Jugendlichen, dabei wird auch an der Persönlichkeit des Jugendlichen gearbeitet.
  • Das Anbahnen von Angeboten wie beispielsweise der kooperativen Ausbildung sprengt den Rahmen von Berufsstart. Dafür gibt es andere Institutionen, wie die Ausbildungsberatung der Kammern.
  • Eine wichtige Aufgabe von Berufsstart ist es, die Jugendlichen mit einem Berufsfeld zu konfrontierten. Mit diesen Vorerfahrungen gehen die Jugendlichen besser vorbereitet in das betriebliche Praktikum. Der Eignungstest und das weitere Einstellungsverfahren wird von Seiten des Betriebes durchgeführt. Von Seiten der anwesenden Vertreter/Vertreterinnen der Betriebe wird angegeben, dass diese Aufgaben von den Betrieben wahrgenommen werden.
  • Die Firma Winkhaus nimmt gerne Schüler und Schülerinnen von Berufstart in ein Praktikum. Auch eine Auszubildende wurde bereits über den Weg Berufsstart rekrutiert. Für die Zukunft wird die Organisation von Betriebserkundigungen gewünscht.
  • Von Seiten der Bildungsbegleitung wird von Schwierigkeiten bei den Betriebspraktika im ländlichen Raum berichtet. Die Schüler wählen den Betrieb aus, der in der Nähe liegt, unabhängig davon, wie die Empfehlungen der Bildungsbegleitung lauten. Die Schwierigkeit verstärkt sich durch eine fehlende Unterstützung der Eltern in diesem Bereich. Diskutiert wird die Rolle der Eltern in Berufsstart. Übereinstimmend wird die Einschätzung geteilt, dass die Eltern grundsätzlich gut über Berufsstart informiert sind und die Bedeutung von Berufsstart einschätzen können.
  • Von Seiten einer Diskussionsteilnehmerin wird das große Potenzial von Berufsstart als eine Dienstleistung für Betriebe hervorgehoben. Besonders mit Blick auf die Zukunft, wenn nicht alle Betriebe ohne weiteres den geeigneten Kandidaten für die offenen Ausbildungsplatzstellen finden. So ist auch Jobstarter darauf ausgelegt ein Dienstleistungsangebot für Betriebe bereitzustellen. Wichtig ist es, den Unternehmen aufzuzeigen, es gibt Berufsstart und was kann Berufsstart für die Betriebe leisten. Darüber hinaus können die Betriebe über andere Möglichkeiten wie Jobstarter informiert werden. Hier gilt es Schnittstellen und Potenziale aufzuzeigen.

 
 
 
  Projektträger
Berufsbildungs- und
Technologiezentrum
Rohr-Kloster
Günter Supp (stellv. Leiter)

Das Projekt Berufsstart
in Thüringen - vertiefte
wirtschaftsnahe Berufsvorbereitung
während der Schulzeit
 ist ein Gemeinschaftsprojekt
der Thüringer Industrie- und Handelskammern,
der Handwerkskammern
und folgender Partner
 
 
 
  Wissenschaftliche Begleitung durch
qualiNETZ GmbH finanziert durch: